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Unser Indoor – Baratfest

Wieder einmal haben unsere guten Kontakte zu Petrus nichts genützt. Für einen einzigen Tag in drei Wochen war Schlechtwetter angesagt, für den Tag unseres Baratfestes. Also führten wir erstmals das Fest unserer Ordensgründerin im Haus durch. Wir ließen unserer Improvisationsgabe freien Lauf, Aufenthaltsräume wurden zu Spielestationen, eine Klasse zur Karaokezentrale und ein Büro zur Sektbar.

Die Festmesse zelebrierte in der Sporthalle Bischofsvikar Pater Petrus Hübner gemeinsam mit unserem Schulseelsorger Michael Scharf, Diakon Wolfgang Aumann und dem evangelischen Pfarrer Dietmar Kreuz, während dicke Regentropfen gegen das Hallendach klopften. Leider klopften sie nicht im Takt des Chores.

Nach der Messe gab es noch ein Gratis-Konzert für unsere „Großen“, während die jüngeren VolksschülerInnen sich gemeinsam mit SchülerInnen der BAfEP in verschiedenen Stationen mit dem Leben der Ordensgründerin des Sacré Coeur befassten.

Danach bauten wir die Sporthalle in eine große Spielhöhle um. Für jede Altersklasse gab es Stationen: Hüpfburg, Tempelhüpfen, Geschicklichkeitsstationen, Kletterwand …. Im PopUp Sternenzelt, das uns unsere Elternvereine großzügig zur Verfügung gestellt hatten, durfte man vom Sternenhimmel träumen. Nur der Orientierungslauf musste wegen fehlender Schwimmflügerl entfallen.

Im Speisesaal und in der Eingangshalle gab es natürlich reichlich Möglichkeiten, den Magen zu beschäftigen. Aber auch hier gab es Bastelstationen, ein Glücksrad und vieles mehr. Das Büro unseres Schulseelsorgers bauten wir kurzerhand in eine Sektbar um.

Höchstes Niveau hatte unser Kaffee- und Kuchenstand. Dazu musste man in den 2. Stock in die PNMS marschieren. Oben angekommen wurde man aber mit süßesten Köstlichkeiten belohnt. Nicht zu vergessen sind die coolen Smoothies, die uns einige kreative Schüler servierten.

Echten Ohrenschmaus bot der Karaoke-Stand. Wie einst die Sirenen lockten süße Stimmen die Besucher an. Dazu gab es Zaubertricks zu bestaunen oder Muffins zu verzieren. Wer seine Eltern zur Verzweiflung bringen wollte, ließ sich ausgiebig schminken oder mit Henna bemalen.

Großen Anklang fanden auch wieder die legendären Bio-Paradeiser-Pflanzen, die Prof. Freimann gemeinsam mit SchülerInnen der Biologischen Übungen verkaufte.

Den Abschluss bildete einerseits wieder die Art&Motion Flugshow, pardon Sportshow und ein tolles Rockkonzert einiger unserer Oberstufenschüler, das sich mehr Zuschauer verdient hätte. Und als wir uns schweren Herzens von der Sektbar trennten, also als wir uns nach Hause aufmachten, lachte die Sonne vom Himmel. …

Wir hoffen, dass unseren kommenden Erstgymnasiasten, die ihre Klassenvorstände und neuen Mitschüler kennenlernten, ihr erster Tag bei uns gut gefallen hat. Wir wünschen Ihnen eine schöne und erfolgreiche Zeit bei uns.

Die Elternvereine unserer Schulen organisierten eine tolle Sammelaktion für Flüchtlingskinder in Traiskirchen, bei der sehr viel für den guten Zweck gespendet wurde. Wir danken unseren Elternvereinen für ihr großartiges Engagement!

Prof. Pirgmayer/V. Schüller

Akustik sichert Lernerfolg

Dass Akustik und Sprachverständlichkeit entscheidenden Einfluss auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Studierenden haben, können Bauphysiker anhand komplexer Simulationen belegen. Einen lebenden Beweis erbringt Saint-Gobain RIGIPS Austria in Zusammenarbeit mit dem Campus Sacré Coeur in Pressbaum und den Experten des TGM.

Das großflächige Areal des Campus Sacré Coeur in Pressbaum beherbergt Kindergarten und fünf Schulen mit Nachmittagsbetreuung und bietet Platz für über 1200 Kinder und Jugendliche. Das Schulgebäude selbst stammt aus der Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert. und zeichnet sich neben seiner historischen Architektur unter anderem durch seine großzügig bemessenen Klassen mit hellen und hohen Räumen aus.

Diese für den Schulbau außergewöhnlich großen Räume wirken sich zwar im Allgemeinen positiv auf die Raumatmosphäre aus, schaffen im Hinblick auf die Akustik allerdings durchaus Probleme. Die überwiegend schallharten Oberflächen bedingen selbst bei Vollbelegung vergleichsweise hohe Nachhallzeiten, was entsprechende Nachteile für die Sprachverständlichkeit zur Folge hat und den Schülerinnen und Schülern das Lernen erschwert. Aber nicht nur für die Zuhörer/innen wirkt sich die lange Nachhallzeit problematisch aus – auch an Lehrerinnen und Lehrer stellt diese Raumkonfiguration erhöhte Anforderungen bzw. strengt ganz einfach die Stimme überdurchschnittlich an. 

Um die Auswirkungen einer akustischen Ertüchtigung eines Klassenzimmers experimentell zu erarbeiten, hat man einen Raum nach modernsten Techniken akustisch optimiert und ertüchtigt. Die entsprechenden Simulationen zur Planungsunterstützung bzw. die Messung der Ergebnisse vor dem Umbau und nach erfolgtem Einbau übernahm als unabhängiger Partner unter der Leitung von Herbert Müllner die Abteilung für Akustik und Bauphysik am Technologischen Gewerbemuseum (TGM) in Wien.  

Der Vergleich macht sicher

Verglichen wurden zwei Klassenzimmer, die mittelbar nebeneinander liegen und mit einer Grundfläche von jeweils 8 mal 8 Metern, drei Fensterachsen, Putzoberflächen und Parkettböden über annähernd idente Raumabmessungen und -eigenschaften verfügen. Damit kann am konkreten Beispiel nicht nur ein Vorher-Nachher-Vergleich simuliert, sondern jederzeit der direkte Vergleich hergestellt werden, indem man einfach von einer Klasse in die Nachbarklasse wechselt. Und der Vergleich kann sich sehen – respektive hören – lassen.   

Die Messungen durch das TGM zeigen die Verbesserungen, die im Zuge der schalltechnischen Ertüchtigung erzielt werden konnten. So liegen die Nachhallzeiten im nicht ertüchtigten Klassenraum im Frequenzbereich von 500 bis 2.000 Hertz bei über zwei Sekunden. „Viel zu hohe Werte für einen Klassenraum – annähernd die Verhältnisse in einer Kirche“, bringt Herbert Müllner/TGM die akustische Situation im Bestand auf den Punkt. Nach der Installation der Akustiklochplatten verringerte sich die Nachhallzeit auf knapp unter 0,6 Sekunden, was eine für diese Kassenzimmer optimale Nachhallzeit darstellt. 

Simulation und Realität  im Einklang

Um die zuvor erstellte Computersimulation auf ihre Genauigkeit zu überprüfen, wurden vom TGM an jedem Schülerarbeitsplatz konkrete Messungen zur Ermittlung der Sprachverständlichkeit vorgenommen. Das Ergebnis spricht für sich: Die errechneten Werte decken sich annähernd mit den tatsächlichen Werten. Darüber hinaus zeigte sich im Zuge der Messungen, dass der Sprachverständlichkeitsindex (STI) nicht nur in der ersten Reihe nahe dem Lehrertisch, sondern bis in die letzte Sitzreihe durchgehend einen Wert von rund 0,75 aufweist, womit eine sehr gute Sprachverständlichkeit im gesamten Klassenraum bescheinigt wird.   

Klare Worte

Den klarsten Beweis für die tatsächliche akustische Ertüchtigung brachten aber die Nutzer selbst. So erfreut sich der neue, verbesserte Klassenraum vor allem bei Hörübungen aufseiten der Nutzer höchster Beliebtheit. Dank der besseren Sprachverständlichkeit sind auch die Ergebnisse bei Übungen, Prüfungen und Schularbeiten deutlich besser.

Da auch die Lärmsituation in den Gangbereichen nicht zufriedenstellend war – auch hier waren viele glatte Flächen vorhanden – wurden hier Gyptone Instant in den Wandbereichen zur Lärmminderung eingesetzt. Der Unterschied durch die Ertüchtigung ist deutlich hörbar, der Lärmpegel hat deutlich abgenommen. Durch den leiseren Gangbereich sinkt auch der Lärmpegel, der in die Klasse eintritt.

„In einem Haus, das über 100 Jahre alt ist, ist die Akustik aufgrund der hohen Klassenräume eine große Herausforderung. Deswegen ist es uns so wichtig gewesen, uns anzusehen, was sich in den Klassenräumen positiv verändern kann. Die bessere Hörbarkeit und Raumakustik ist für SchülerInnen wie für das Lehrerteam ein merkbarer Benefit“, so der Direktor des Gymnasiums Harald Strauß. Probleme mit der Stimme seien, so Direktor Strauß, ein häufiger Grund für Krankenstände. Eine vom TGM in Auftrag gegebene Studie unter PflichtschullehrerInnen in Wien belegt dieses Belastung. Zwei Drittel der Befragten sind mit der Akustik in ihrer jeweiligen Klasse eher nicht bis nicht zufrieden, 71 % sehen sich als lärmempfindlich, ein Drittel ist nach dem Unterricht heiser, zwei Drittel geben an, oft mit hohem Stimmaufwand unterrichten zu müssen. Mehr als die Hälfte (56 %) gibt an, dass ihre Stimme oft überanstrengt ist.